Mit 3D-Druck zum Auto-Interieur: 3Con setzt auf HAGE3D

Der Anlagenbauer 3CON mit Hauptsitz im tirolerischen Ebbs bei Kufstein ist weltweit führend im Anlagen- und Werkzeugbau für die Automobilindustrie. Beim Prozess der Erstellung von Hochleistungsanlagen für Kunden wie BMW, Mercedes oder Audi vertraut das Unternehmen auf den 3D-Drucker HAGE3D 140L. Entwicklungsleiter Martin Payr gewährte spannende Einblicke in die Welt des Anlagenbauers.

Wer schon immer wissen wollte, wie das Interieur von Autos entsteht, der ist bei 3CON genau richtig. Das an und für sich aus Deutschland stammende Unternehmen hat seinen Hauptsitz seit 2001 in Ebbs bei Kufstein, zwischen Salzburg und Innsbruck. Der Anlagenbauer produziert Maschinen, mit denen Autotüren, Mittelkonsolen und alle anderen im Innenteil eines Autos befindlichen Flächen kaschiert werden. Die fertigen Anlagen produzieren bis zu 2.000 Teile pro Tag mit Überzügen aus Kunststoff, Leder und anderen Stoffen. Mittlerweile ist das Unternehmen der Marktführer und zählt unter anderem BMW, Mercedes, Audi, Porsche  und viele andere zu seinem Kundenstamm. Neben dem Hauptsitz in Ebbs hat 3CON Niederlassungen in Deutschland, Mexico, China und den USA und beliefert den weltweiten Markt.

Mit dem HAGE3D 140L zum fertigen Auto-Interieur

Schritt 1
Der HAGE3D Drucker kommt dabei am Anfang des Anlagebau-Prozesses zum Einsatz. Der Auto-Hersteller schickt die Konstruktion des Bauteils. Aus den CAD-Daten wird dann ein 3D-Modell erstellt. Dieses Modell wir dann mit dem HAGE3D 140L aus TitanX gedruckt.

Schritt 2
Diese Prototypen werden dann für Einstellungs- und Materialversuche hergenommen. Dabei werden die gedruckten Prototypen in die „Versuchs-Anlagen“ eingelegt und mit dem jeweiligen Stoffmuster des Autoteils beklebt. Um den Klebstoff zu aktivieren, werden das Druckteil und der jeweilige Stoff erwärmt und anschließend verpresst und verklebt.

 

Schritt 3
Anhand dieser „Probanden“ und den aus den Tests resultierenden Ergebnissen die richtige Kalibrierung und Einstellung betreffend wird in weiterer Folge eine Serienmaschine gebaut. Dabei werden auch mit dem HAGE3D 140L gedruckte Bauteile in den Anlagen verarbeitet.

Schritt 4
Die fertige Anlage verlässt 3CON und geht beim jeweiligen Automobilhersteller in Betrieb. Dort werden dann bis zu 2.000 Teile pro Tag beklebt, die dann in den Autos verarbeitet werden.

Der HAGE3D 3D-Drucker 140L und dessen Output ist also wegweisend für zukünftige Automobil und deren Erscheinungsbild und Innenausstattung. Wichtig ist daher, dass die mit dem 3D-Drucker gedruckten Teile äußerst präzise sind, damit die Autotüren und anderen Interieur-Teile auch sauber geklebt werden können. Außerdem müssen die Teile genau jenen Eigenschaften entsprechen, die die späteren echten Teile aufweisen. Die Anforderungen der Firma 3CON an den 3D-Drucker sind:

  • einwandfreier, verlässlicher Druck von Bauteilen/Prototypen aus PLA und TitanX
  • Herstellbarkeit besonders dünnwandiger Bauteile
  • Stabilität und Genauigkeit im täglichen Gebrauch
  • unkompliziertes Handling und leichte Bedienbarkeit
  • erweiterbare Materialvielfalt bei Bedarf
  • rascher und kompetenter Support

Aufgrund dieser Parameter fiel die Wahl schließlich auf ein HAGE3D 140L, ein in der Industrie beliebtes Modell für größere Bauräume und hohe Materialvielfalt. Bereits seit rund 2 Jahren ist der 3D-Drucker bei 3CON im Einsatz. „Wir sind vollends zufrieden mit dem HAGE3D 140L, da er all unsere Anforderungen erfüllt und wir mit dem Gerät seit rund anderthalb Jahren verlässlich Prototypen fertigen können“, zieht Martin Payr, Leitung Neuentwicklungen bei 3CON zufrieden Bilanz, „das zweite Gerät ist bei HAGE3D bereits bestellt“.

 

Ein mit dem HAGE3D 140L gedrucktes Bauteil (in weiß) als Teil der Anlage
Ein mit dem HAGE3D 140L gedrucktes Bauteil (in weiß) als Teil der Anlage
HAGE3D 140L im Einsatz 3Con Prototyp für Automobil
HAGE3D 140L im Einsatz 3Con Prototyp für Automobil
Die fertige Anlage dank HAGE3D
Die fertige Anlage dank Hilfe von HAGE3D
Fertiges Bauteil aus TitanX
Fertiges Bauteil aus TitanX