Metall & Keramik

Neben technischen Polymere können HAGE3D Geräte auch andere Materialien wie Metall oder Keramik verarbeiten.

Metall

BASF Ultrafuse 316L (indirekter Metalldruck)

BASF Ultrafuse 316L ist ein neuartiger Metall-Polymer-Verbund in Filamentform für die einfache und schnelle Werkstoffextrusion von Grünlingen. Diese Grünlinge können danach durch Standardprozesse bei einem externen Dienstleister entbindert und gesintert werden. Man erhält so kostengünstige Vollmetallbauteile.

Haupteinsatzgebiete: Ersatzteile, Instandhaltung, Prototypenbau
Vorteile: Hochtemperaturbeständig, Festigkeit

 

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich HAGE3D mit der Herstellung metallischer Bauteile im indirekten Metalldruck. Ausgangspunkt war das EU-Projekt REProMag. Dieses verfolgt das Ziel eine innovative, ressourceneffiziente Herstellungsmethode für Selten-Erd-Magneten zu entwickeln und zu validieren, d.h. die effiziente Produktion von magnetischen Teilen mit komplexen Strukturen und Geometrien.

Die neue, angewandte Herstellungsmethode wird als SDS-Prozess bezeichnet (Shaping, Debinding, Sintering – Formgebung, Entbindern, Sintern). Die binderbasierte Sinterlösung ist seit vielen Jahren als MIM (Metal Injection Moulding) bekannt und in Verwendung. Der gesamte Prozess dazu sieht wie folgt aus:

QUELLE: OBE-Metallpulverspritzguss-Abb4.jpg

 

Das Shaping im indirekten Metalldruck erfolgt durch einen 3D Drucker und ersetzt in diesem Prozess den Spritzguss.
Mittlerweile ist eine Vielzahl an Metallen für das SDS Verfahren verfügbar:

  • Edelstähle
    316L – 1.4404
    17-4PH – 1.4542
  • Maragingstahl – 1.2709
  • Superlegierungen
    IN 718 – 2.4668
    IN 625 – 2.4856
  • Leichtmetalle Ti6Al4V – 3.7165
  • Hartmetalle WCo
  • Kupfer

3D Werkstoff Metall 3D-Druck Bauteile aus dem Werkstoff Titan

Die Optimierung und Abstimmung der einzelnen Teilprozesse steht derzeit im Zentrum der Weiterentwicklung des SDS Verfahrens.

Keramik

Im Rahmen des CerAMfacturing ist HAGE3D Teile des EU Horizon 2020 Projekt mit dem Titel:
„Development of ceramic and multi material components by additive manufacturing methods for personalized medical products“.

Gemeinsam mit europaweiten Partner wird hier am indirekten Keramikdruck entwickelt.

Als Werkstoff stehen Aluminiumoxid und Zirkonoxid im Fokus.